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Europäische Außenpolitik

Keine Regierung und keine internationale Institution ist in der Lage, mit den vielfältigen Herausforderungen unserer Zeit allein fertig zu werden. Grüne Politik setzt auf einen kooperativen Multilateralismus von internationalen Institutionen, Nationalstaaten und Nichtregierungsorganisationen. Wir wollen auch in der Friedenspolitik und bei der gerechten Gestaltung der Globalisierung umfassend die Beteiligung von Frauen stärken. mehr lesen

Die Vereinten Nationen sind für uns der zentrale Rahmen für eine an den Zielen des Friedens und der Verwirklichung der Menschenrechte ausgerichteten weltweiten Ordnungspolitik. Mit dem Ende der Blockkonfrontation und dem Aufflammen neuer Kriege und Bürgerkriege, ethnischer Säuberungen und Massaker gegen die Zivilbevölkerung hat sich die Mehrheit der Partei zu einer Neubewertung des Militärs durchgerungen. Der Einsatz von Militär ist immer problematisch und ist unabhängig von seinen Zielen ein großes Übel. Wir erteilen militärischen “Konfliktlösungen” eine Absage. Grüne setzen auf zivile Krisenprävention. Zur Friedenssicherung im Rahmen der VN kann Militär zur Gewalteindämmung jedoch notwendig sein. Militär kann aber bestenfalls Friedensprozesse unterstützen und Zeitfenster für die Krisenbewältigung schaffen, nicht aber den Frieden selbst. Unter bestimmten Rahmenbedingungen kann Militär so einen notwendigen Beitrag zur Gewalteindämmung, Gewaltverhütung und Friedenskonsolidierung leisten.

Für die Gestaltung einer friedlichen Welt ist eine starke Europäische Union mit ihren 27 Mitgliedsstaaten unerlässlich. Gehen diese gemeinsam vor, hat die EU ein großes Potential für eine friedliche und gerechte Gestaltung der internationalen Ordnung. Der Zwang zur Einstimmigkeit in der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik bringt das Problem mit sich, dass nur der allerkleinste gemeinsame Nenner formuliert wird. Wir sind deshalb für Mehrheitsentscheidungen in der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik. Eine Außenpolitik der EU, die nur als Deckmantel für die Machtpolitik einzelner Nationalstaaten dient, lehnen wir ab. Um dies zu verhindern und um eine europäische Außenpolitik transparent zu gestalten, brauchen wir eine Stärkung des Europäischen Parlaments auch in der Außenpolitik. Die EU steht vor der Herausforderung, den Erweiterungsprozess zu gestalten und partnerschaftliche Beziehungen zu ihren Nachbarn auszubauen. Sie muss sich weltweit engagieren: Für Frieden und Abrüstung, für eine gerechte und nachhaltige Globalisierung und für Sicherheit und Zusammenarbeit. Neue bedeutsame Risiken für den Frieden entstehen durch Klimawandel, Konkurrenz um knappe Rohstoffe, um Energie und Lebensmittel. Eine ungeregelte Globalisierung spaltet die Welt in Menschen in bitterer Armut und welche mit ungeheuren Reichtum. Zerfallende Staaten können zum Rückzugsgebiet von organisierter Kriminalität und Terrorismus werden. Bürgerkriege zerstören ganze Gesellschaften. Völkermord und andere Verbrechen gegen die Menschlichkeit sind bittere Realität. Für uns ist die Europäische Außen- und Sicherheitspolitik global ausgerichtet. Eine positive Ausgestaltung der transatlantischen Gemeinschaft ist ein elementares Interesse deutscher und europäischer Politik. Diese Gemeinschaft gründet sich auf gemeinsame historische Erfahrungen und politische Werte, eine enge wirtschaftliche Verflechtung und auf einen intensiven kulturellen Austausch Mit dem Ende der bipolaren Weltordnung und dem Aufkommen neuer wirtschaftlicher und politischer Mächte wie China und Indien müssen sich internationale Allianzen im Allgemeinen, aber auch die transatlantische Partnerschaft im Speziellen neu definieren, mit dem Ziel einer globalen Wirtschaft im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung soziale und ökologische Regeln zu geben.

Wir wollen eine gerechte Gestaltung der Globalisierung. Außer Kontrolle geratende Finanzmärkte sind eine Gefahr für wirtschaftliche Stabilität, Arbeitsplätze, Entwicklung, und letztlich auch für das Währungssystems, unter Steueroasen, organisierter Kapitalflucht ihrer Eliten und unter Steuerhinterziehung und Korruption transnationaler Firmen besonders leiden. Die EU muss ihre vielfältigen Instrumente besser aufeinander abstimmen. So dürfen entwicklungspolitische Anstrengungen nicht durch eine verfehlte europäische Handelspolitik konterkariert werden.
In den kommenden Jahren wird sich entscheiden, ob es gelingt, zusammen mit den alten und den neuen weltpolitischen Akteuren eine kooperative internationale Ordnung im Rahmen der Vereinten Nationen zu schaffen und den zu beobachtenden Tendenzen eines Rückfalls in unilaterale und nationalistische Machtpolitik entgegenzutreten. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN stehen für diesen kooperativen Multilateralismus – jenseits von nationalen und neoliberalen Scheinlösungen. Wir wollen die EU als eine Zivilmacht und Friedensprojekt profilieren, das bereit ist, Verantwortung im Rahmen der Vereinten Nationen zu übernehmen. Zentraler Bestandteil der europäischen Außenpolitik muss der Dialog auf Grundlage der Menschenrechte zwischen den Kulturen sein. Auch Menschen, die aufgrund zunehmender Umweltzerstörung ihrer Lebensgrundlagen beraubt wurden, brauchen die Unterstützung der EU. Hier muss Europa seiner Verantwortung als wesentlicher Mitverursacher des Klimawandels Rechnung tragen.



A story of broken promises: Franziska Brantner discusses recent wave of arrests in Egypt

Veröffentlicht am: 8. Mai 2013

On Tuesday, 7 May 2013 Franziska Brantner hosted a Lunch Event together with the Euro-Mediterranean Human Rights Network (EMHRN) and the Cairo based Arabic Network for Human Rights Information (ANHRI) entitled “ Civil Society Under Fire: The Recent Wave of Arrests in Egypt”. The event took place simultaneously in Brussels and Cairo, the speakers joining the Brussels audience via video-conferencing. Among the speakers were two activists currently facing trial as well as representatives of human rights organizations based in the region. Just as the international focus is shifting away from Egypt, events like this are more than needed to hear from the people on the ground. The picture the panellists were painting today is rather worrying: there is clear evidence that the space for civil society is shrinking and the judiciary is being used to silence critics. For a full report of the event click here: mehr

Veröffentlicht in: Mittelmeerraum und Naher Osten | Kommentar schreiben

Lunch Event: “Civil Society Under Fire: Recent Wave of Arrests in Egypt”

Veröffentlicht am: 3. Mai 2013

Am Dienstag, den 7. Mai 2013, 12:30 – 14:30, lädt Franziska Brantner in Zusammenarbeit mit dem Arabic Network for Human Rights Information (ANHRI) und unter Teilnahme vom  Euro-Mediterranean Human Rights Network (EMHRN) im Europäischen Parlament zur Veranstaltung “Civil Society Under Fire: Recent Wave of Arrests in Egypt” ein. Via Videokonferenz werden Vertreter der Zivilgesellschaft, angeklagte Aktivisten und Experten aus Ägypten zugeschaltet. Eine zweites Event in dieser Veranstaltungsreihe ist für den 3 Juni geplant. Das Lunch Event kann über Live-stream und Twitter (#EgyptVoices) vefolgt werden. 

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Veröffentlicht in: Europäische Außenpolitik, Mittelmeerraum und Naher Osten | Kommentar schreiben

Zwei Jahre nach der Revolution: Franziska Brantners zweite Reise nach Ägypten

Veröffentlicht am: 22. April 2013

Anfang April reiste Franziska Brantner ein zweites Mal nach Ägypten um sich von der Lage vor Ort ein persönliches Bild zu machen. Sie traf sich mit VertreterInnen der Zivilgesellschaft, PolitikerInnen sowie Menschenrechtsorganisationen. Der Fokus der Reise lag auf der Menschenrechtslage vor Ort und wie sie sich seit der Revolution entwickelt hat, speziell in Bezug auf die Situation von Frauen. Außerdem ging es darum zu eruieren, welche Art von Unterstützung seitens der EU während dem schwierigen Transitionsprozess sinnvoll wäre. mehr

Veröffentlicht in: Europäische Außenpolitik, Mittelmeerraum und Naher Osten | 1 Kommentar

Syrien wohin? Frauen zwischen Aufbruch und Unterwerfung

Veröffentlicht am: 19. April 2013

Zu dieser Frage diskutierte Franziska Brantner am Mittwoch (17. April) in Heidelberg mit syrischen Aktivistinnen und Aktivsten. Die Heinrich-Böll-Stiftung und Adopt a Revolution hatten zu der Veranstaltung in der Heidelberger DAI-Bibliothek eingeladen. Den voll besetzten Raum erwartete eine spannende und teils sehr emotionale Debatte.

Zunächst berichtete Alan, einer der Mitbegründer der „Union der Freien syrischen Studierenden“, eindrücklich von den Anstrengungen junger Syrer, den friedlichen Widerstand, die Nothilfe und die Aufbauarbeit vor Ort in den syrischen Städten zu organisieren. Dabei traten die logistischen und humanitären Probleme deutlich zutage. Lamis, eine junge Studentin, die bis vor wenigen Wochen in Syrien war, schilderte das Leben syrischer Studenten jenseits jeglicher Normalität. Sie betonte die große Unsicherheit für die vielen auf der Flucht befindlichen Menschen, die mit jeder Wendung der Kämpfe einhergeht. Auch Hervin die seit 2004 politisch aktiv ist, begleitete den Aufstand in Syrien von Beginn an bis zu ihrer Flucht im Frühjahr 2012. Sie berichtete von den Aktivitäten syrischer Frauen, die vor Ort unter großen Risiken für Frauenrechte kämpfen. mehr

Veröffentlicht in: Antidiskriminierung & Chancengleichheit, Gewalt gegen Frauen, Initiativen und Internationales, Metropolregion Rhein-Neckar, Mittelmeerraum und Naher Osten | Kommentar schreiben

Kroatiens EU-Beitritt mit Ehrlichkeit und Transparenz zum Erfolg verhelfen

Pressemitteilung | Veröffentlicht am: 18. April 2013

Das Europäische Parlament verabschiedete heute seinen letzten Bericht zu Kroatien vor dessen geplanten EU-Beitritt am 1. Juli 2013. Nach der Abstimmung erklärte Franziska Brantner, außenpolitische Sprecherin der Fraktion Grüne/EFA:

“Wir Grünen freuen uns auf den Beitritt Kroatiens zur Europäischen Union. Das Land und seine Menschen haben über die vergangenen zwei Jahrzehnte enorme Reformanstrengungen unternommen und große Fortschritte erzielt. Die Integration Kroatiens ins europäische Werte- und Rechtssystem leistet zudem einen Beitrag zur Stabilisierung der gesamten Region.

Wir Grüne hätten uns allerdings eine kritischere Bewertung der kroatischen Verwaltung und Justiz gewünscht. Kroatien hat hier auch wenige Monate vor dem Beitritt noch Hausaufgaben zu machen. Das Parlament hat eine Chance vertan, den Reformdruck auf Zagreb aufrecht zu erhalten. Ebenso bedauerlich ist es, dass die Idee eines internen Monitorings der Reformen durch die kroatische Zivilgesellschaft über den EU-Beitritt hinaus nicht aufgegriffen wurde. Dies würde einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit des Reformprozesses leisten.

Dagegen freue ich mich, dass unsere Forderung mit Blick auf zukünftige Erweiterungsrunden nach einer besseren Einbindung der Zivilgesellschaften und nationalen Parlamente vor Ort Eingang in den Bericht gefunden hat. Dies ist eine Lehre aus den Erfahrungen der letzten Jahre. Die geringe Wahlbeteiligung bei den Europawahlen in Kroatien am vergangen Sonntag hat einmal mehr unter Beweis gestellt, dass mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung im EU-Erweiterungsprozess notwendig sind.”

Veröffentlicht in: Westbalkan | Kommentar schreiben

EU-Erweiterung: Serbien droht Selbstblockade über Kosovo

Pressemitteilung | Veröffentlicht am: 18. April 2013

Das Europäische Parlament verabschiedete heute seinen jährlichen Fortschrittsbericht zu Serbien. In der Nacht vor der Abstimmung waren die Verhandlungen zwischen Serbien und Kosovo über eine Normalisierung ihrer Beziehungen unter EU-Vermittlung erneut gescheitert. Nach dem Votum erklärte Franziska Brantner, außenpolitische Sprecherin der Fraktion Grüne/EFA:

“Ich bedaure es sehr, dass sich die serbische und kosovarische Regierungen erneut nicht auf eine Lösung für den Norden Kosovos einigen konnten. Einen Durchbruch wird es nur geben, wenn Belgrad zu mehr Beweglichkeit bereit ist. Ich hoffe, dass es diesen Durchbruch in den nächsten Tagen tatsächlich geben wird, denn wenige Meter vor dem Ziel aufzugeben, würde die wichtigen Fortschritte der letzten Wochen und Monate zunichte machen. mehr

Veröffentlicht in: Westbalkan | Kommentar schreiben

Prinzip der Schutzverantwortung (“R2P”): EU-Parlament fordert Europäischen Konsens

Pressemitteilung | Veröffentlicht am: 18. April 2013

Nach der Verabschiedung im Auswärtigen Ausschuss am 21. März 2013 hat das Europäische Parlament heute eine Empfehlung an den Rat zum Prinzip der Schutzverantwortung der Vereinten Nationen angenommen. Zur Forderung eines ‘Europäischen Konsens zur Schutzverantwortung’ erklärt Franziska Brantner, außenpolitische Sprecherin der Fraktion Grüne/EFA und Berichterstatterin der Empfehlung:

“Mit dieser Empfehlung fordert das Parlament den Rat und die Hohe Vertreterin auf, einen “European Consensus on R2P” zu entwickeln um klarzustellen, was das Prinzip der Schutzverantwortung für die europäische Außenpolitik bedeutet und welche Rolle die EU bei dessen Umsetzung spielen kann. Die Kakophonie europäischer Reaktionen auf die Umwälzungen des Arabischen Frühlings und damit verbundene schwerste Menschenrechtsverletzungen haben die Notwendigkeit für einen ‘Europäischen Konsens zur Schutzverantwortung’ gezeigt. mehr

Veröffentlicht in: Konfliktprävention und Konfliktlösung | 1 Kommentar

EU men with guns: a comedy of errors

Pressespiegel | Erschienen in: EUobserver am 17. April 2013

Rohstoffkonzerne sollen ehrlich werden

Pressespiegel | Erschienen in: Tagesspiegel am 11. April 2013

EU-Gesetz zum Rohstoffhandel: Firmen müssen Geschäfte offenlegen

Pressespiegel | Erschienen in: Stuttgarter Zeitung am 11. April 2013

Franziska Brantners Ägypten-Reise und die Erkenntnis einer ernüchternden Festnahme

Veröffentlicht am: 11. April 2013

Anfang April besuchte Franziska Brantner Kairo, um sich dort in zahlreichen Treffen mit Mitgliedern der Zivilgesellschaft, Menschenrechtsaktivisten und Vertretern politischer Parteien ein möglichst realitätsnahes Bild von der Frauensituation und dem generellen Menschenrechtsklima zu verschaffen. Dabei erfuhr sie vom schockierenden Fall Ahmad Abdallahs, einem führenden Mitglied der pro-demokratischen Bewegung “6th April”. Ahmad hatte vom 21. – 22. März 2013 als ein Vertreter der ägyptischen Zivilgesellschaft an einer konsultativen Konferenz der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) in London teilgenommen. Bei seiner Rückkehr nach Kairo wurde er dann festgenommen – aufgrund eines alten Falles, dessen Verfahren zuvor eingestellt worden war. Als erste Reaktion schrieb Franziska Brantner einen Brief an den Präsidenten der EBRD, in dem sie fordert, der Angelegenheit nachzugehen, auch um ähnlich unrechtmäßige Folgen in Zukunft zu verhindern. mehr

Veröffentlicht in: Europäische Außenpolitik, Mittelmeerraum und Naher Osten | Kommentar schreiben

Europäisches Parlament bringt Licht in dunkle Ölgeschäfte

Pressemitteilung | Veröffentlicht am: 9. April 2013

Das Europäische Parlament und der EU-Rat haben sich heute Abend auf Transparenzregeln für den Rohstoffsektor geeinigt (1). Demnach müssen große Unternehmen, die Öl fördern, Minen unterhalten oder Fortwirtschaft betreiben, ihre Zahlungen (für Förderkonzessionen, Lizenzen, Steuern etc.) an Regierungen offenlegen. Ziel der neuen Regeln ist es, Korruption insbesondere in rohstoffreichen Entwicklungsländern zu erschweren, gute Regierungsführung zu fördern und die wirtschaftliche Entwicklung der betroffenen Länder zu unterstützten. Dazu erklärt die außenpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Franziska Brantner:

“Trotz des heftigen Widerstands einzelner Ölkonzerne und ihrer Verbündeten im EU-Rat konnte das Europäische Parlament nach zähen Verhandlungen weitreichende Transparenzregeln für den Rohstoffsektor durchsetzen. Europäische Rohstoffunternehmen investieren jährlich weltweit Milliarden Euro. Nicht wenige dieser Gelder landen in dunklen Kanälen, vor allem in Entwicklungsländern. Das neue Gesetz würde hier ohne großen bürokratischen Aufwand Abhilfe schaffen. Mit den Transparenzvorschriften würde der Zivilgesellschaft in den betroffen Ländern ein effektives Mittel an die Hand gegeben, um Korruption aufzudecken und ihre Regierungen besser zu kontrollieren. Bedauerlich ist allerdings, dass sich der Rat weigerte, die Transparenzregeln auf zusätzliche Wirtschaftssektoren auszuweiten. mehr

Veröffentlicht in: Transparenzregeln für Rohstoffindustrie | Kommentar schreiben

Belgrad sollte Einigung mit Kosovo nicht wenige Meter vor Ziel aufgeben

Pressemitteilung | Veröffentlicht am: 9. April 2013

Zum Nein der serbischen Regierung zum seit Monaten unter Führung der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton ausgehandelten Lösungsvorschlag für den mehrheitlich von Serben bewohnten Nordkosovo erklären Ulrike Lunacek, Vizepräsidentin der Grünen/EFA-Fraktion und Kosovo-Berichterstatterin des Europaparlaments und Franziska Brantner, außenpolitische Sprecherin der Grünen/EFA-Fraktion:

“Das Fenster im Dialogprozess zwischen Belgrad und Prishtina ist auch nach dem Nein der serbischen Regierung zu den Lösungsvorschlägen für den Nordkosovo noch offen. Die Zeit drängt, aber sie ist noch nicht abgelaufen. Ich appelliere deshalb besonders an die politische Führung in Belgrad, aber auch an Prishtina, sich ihrer Verantwortung für die Normalisierung der Beziehungen zwischen den beiden Staaten aber auch zur Fortführung des Erweiterungsprozesses und der Stabilität in der gesamten Region bewusst zu sein. Diese Gelegenheit darf nicht ungenützt verstreichen, sondern der Verhandlungs-Marathon muss zu einem guten Ende führen. Beide Seiten haben in den bisherigen Verhandlungen viel erreicht.  mehr

Veröffentlicht in: Westbalkan | Kommentar schreiben

EU-Erweiterung: „Bei der Umsetzung von Gesetzen ist noch Luft nach oben“

Pressespiegel | Erschienen in: Tagesspiegel am 28. März 2013

Les Européens se divisent sur l’armement de l’opposition syrienne

Pressespiegel | Erschienen in: Mediapart.fr am 16. März 2013

Größere Terror-Gefahr wegen Mali-Mission

Pressespiegel | Erschienen in: Deutsche Welle am 13. März 2013

Vrdoljakovu zakonu o investicijama kritike i iz EP-a

Pressespiegel | Erschienen in: Vecernji List am 25. Februar 2013

EU-Unterstützung für Mali: Demokratischen Prozess antreiben, zu nachhaltiger Sicherheit beitragen

Pressemitteilung | Veröffentlicht am: 31. Januar 2013

Nach den heutigen Schlussfolgerungen des Rates zu Auswärtigen Angelegenheiten zum weiteren Vorgehen der EU in Mali und der Verabschiedung der politischen Roadmap durch das malische Parlament erklärt Franziska Brantner, außenpolitische Sprecherin der Fraktion Grüne/EFA:

“Es ist entscheidend, dass die EU die Anfänge des politischen Prozesses in Mali tatkräftig unterstützt und auf einen inklusiven und demokratischen Verlauf beharrt. All jene politischen und religiösen Gruppen des Norden Malis, die terroristischen und gewaltsamen Handlungen abschwören, müssen einbezogen werden. Das Wiedereinsetzen von Entwicklungszusammenarbeit muss dies unterstützen und daran bedingt sein. mehr

Veröffentlicht in: EU-Missionen, Humanitäre Hilfe, Konfliktprävention und Konfliktlösung | Kommentar schreiben

Intervention in Mali: Notwendigkeit für einen glaubwürdigen politischen Prozess

Pressemitteilung | Veröffentlicht am: 15. Januar 2013

Nach dem provokativen und konfliktverschärfenden Vorrücken der Islamisten nach Bamako hat François Hollande beschlossen, die französische Luftwaffe zur Unterstützung der malischen Armee im Norden des Landes einzusetzen. Angesichts des Todes eines französischen Soldaten, welcher die ernste Gefahr der islamistischen Kämpfer verdeutlicht, und zehn ziviler Opfer, darunter drei Kinder, erklärt Franziska Brantner, außenpolitische Sprecherin der Fraktion Grüne/EFA:

“Es ist unerlässlich, jedwede militärische Anstrengungen auf das Fundament eines glaubhaften politischen Prozesses zu stellen, der demokratisch verläuft. Frankreich verschweigt in seinen Erklärungen fahrlässig die Gründe für die Krise, welche im Azawad zur Ablehnung der zentralen Verwaltung durch die dortige Bevölkerung geführt haben. mehr

Veröffentlicht in: EU-Missionen, Konfliktprävention und Konfliktlösung | 1 Kommentar

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Pressespiegel | Erschienen in: Deutsche Welle am 6. Januar 2013
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