Frauenpolitik
Weltfrauentag: Der Kampf um Gleichberechtigung geht weiter
Anlässlich des Weltfrauentags erklärt Franziska Brantner, grüne Bundestagskandidatin im Wahlkreis Heidelberg und Mitglied im Gleichstellungsausschuss des Europaparlaments:
“Heute am 8. März, am Tag der Rechte der Frau, erinnern wir an das Engagement unzähliger Frauen, die in der Vergangenheit Großes für die Gleichstellung der Geschlechter geleistet haben. Vieles, was wir heute als selbstverständlich erachten, musste erst mühsam gegen den Widerstand alter Herren erkämpft werden. Aber auch heute noch braucht es die Initiative und den langen Atem vieler Frauen, um verkrustete Verhältnisse aufzubrechen. mehr
Bericht: One Billion Rising – Heidelberg erhebt sich und tanzt!
Dass dies keine gewöhnliche Demonstration war, die am 14. Februar mitten durch die Heidelberger Altstadt zog, war den rund 400 HeidelbergerInnnen, die dem weltweiten Aufruf “One Billion Rising” gefolgt waren, von Beginn an klar: “Break the Chain” – Zerbrecht die Ketten, so heißt das offizielle Lied der V-Day-Kampagne, die von Eve Ensler, der Autorin der Vagina Monologues, ins Leben gerufen und von der Heidelberger Europaabgeordneten Franziska Brantner und der Arbeitsgemeinschaft Heidelberger Frauenverbände und -gruppen unterstützt wurde. “Break the Chain” und eine dazu einstudierte Choreographie läuteten dann kurz nach 15 Uhr auch den Beginn der Demonstration auf dem Universitätsplatz ein. Rund 50 Menschen unterschiedlichsten Alters hatten schon im Vorfeld des Aktionstages die Möglichkeit genutzt, kostenlos die Tanzschritte in der Tanzschule Tanz mit Thamina zu erlernen. Gemeinsam mit den ca. 400 Demonstrantinnen und Demonstranten setzten sie ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen. mehr
One Billion Rising – Heidelberg erhebt sich und tanzt!
Anlässlich des weltweiten Aktionstages “One Billion Rising” und der dazugehörigen Aktionen in Heidelberg und Weinheim am heutigen Donnerstag, den 14. Februar erklärt Franziska Brantner, grüne Europaabgeordnete und Bundestagskandidatin im Wahlkreis Heidelberg-Weinheim:
“Tag für Tag leiden weltweit Frauen und Mädchen unter den Folgen von körperlicher, sexueller oder psychischer Gewalt und auch in Deutschland ist für viele Frauen ein Leben ohne Gewalt keine Selbstverständlichkeit. Neben die Konsequenzen direkter Gewalteinwirkung treten zudem die zum Teil erheblichen gesundheitlichen, psychischen und psychosozialen Folgen. Frauen werden diskriminiert, gedemütigt und ausgegrenzt, all dies zum Teil auf systematische Art und Weise. Damit muss endlich Schluss sein! Wir dürfen nicht länger ignorieren, wie Frauen in den eigenen vier Wänden missbraucht werden und Menschenschlepper junge Frauen nach Deutschland holen und zur Prostitution zwingen. mehr
Gewalt gegen Frauen: Es muss endlich Schluss sein!
Das Europäische Parlament hat heute mit großer Mehrheit eine Resolution zur Verhütung und Bekämpfung aller Formen von Gewalt gegen Frauen und Mädchen verabschiedet. Anlass zur Resolution gibt die 57. Sitzung des Gleichstellungsausschusses der UN vom 4. bis 15. März in New York, zu der das Europaparlament eine Delegation schickt. Zur Resolution erklärt Franziska Brantner, Mitglied der Grünen im Frauen- und Gleichstellungsausschuss des Europaparlaments:
“Der Kampf gegen Gewalt gegen Frauen ist seit langem auf der Agenda des Europaparlaments, bereits im April 2011 haben wir in einer Resolution die Europäische Kommission aufgefordert, gesetzgebend tätig zu werden und eine Richtlinie für den Kampf gegen Gewalt gegen Frauen zu erlassen. Bis heute ist die Kommission untätig geblieben. Studien zeigen, dass in der EU 20-25% aller Frauen mindestens einmal in ihrem Leben Opfer von Gewalt werden. Das bisher einzige rechtsverbindliche Regelwerk ist die Istanbul-Konvention des Europarates, die eine Nulltoleranz gegen häusliche Gewalt und Gewalt gegen Frauen fordert, bisher aber noch nicht in Kraft getreten ist. mehr
One Billion Rising – eine Milliarde Menschen erhebt sich
Jede dritte Frau weltweit widerfährt im Laufe ihres Lebens Gewalt. Mit einer Weltbevölkerung von 7 Milliarden ergibt dies mehr als eine Milliarde Frauen und Mädchen, die alltäglich mit Gewalt konfrontiert werden oder am direkten Leibe erfahren. Das sind eine Milliarde Töchter, Mütter, Großmütter, Schwestern, Freundinnen – one billion – zu viel!
Am 14. Februar 2013 werden sich weltweit eine Milliarde Menschen gemeinsam erheben, auf die Straße gehen und tanzen – tanzen, um Aufmerksamkeit zu erregen und ein klares Signal zu setzen, dass das Unrecht und die Gewalt, die Frauen und Mädchen erfahren, inakzeptabel sind und sofort aufhören müssen. Eine Milliarde tanzende Frauen und Männer werden am 14. Februar die Welt bewegen! mehr
Die bisherigen Ausgaben meines Frauen-Newsletters
Ausgabe 12 vom 27. November 2012
Ausgabe 11 vom 01. Oktober 2012
Ausgabe 10 vom 24. Mai 2012
Ausgabe 9 vom 13. April 2012
Ausgabe 8 vom 17. November 2011
Ausgabe 7 vom 17. Juni 2011
Ausgabe 6 vom 08. April 2011
Ausgabe 5 vom 23. Februar 2011
Ausgabe 4 vom 17. Dezember 2010
Ausgabe 3 vom 12. November 2010
Ausgabe 2 vom 16. Oktober 2010
Ausgabe 1 vom 07. Juli 2010
EU-Frauenquote: Endlich ein Schritt in die richtige Richtung
Die Europäische Kommission hat heute ihren Vorschlag für die Einführung einer Frauenquote von 40 % für Aufsichtsräte von großen europäischen Unternehmen vorgestellt. Die Grünen begrüßten diesen langerwarteten Vorstoß als einen ersten Schriit für mehr Geschlechtergerechtigkeit in den Führungsetagen europäischer Unternehmen, auch wenn noch Nachbesserungen bei einzelnen Maßnahmen nötig sein werden.
Zum Kommissionsvorschlag erklärt Franziska Brantner, Mitglied der Grünen im Frauen- und Gleichstellungsausschuss des Europaparlaments:
“Ich freue mich, dass Frau Reding sich doch noch durchgesetzt und einen Vorschlag für die Quote vorgelegt hat! Man kann ihren Vorschlag als verbindliche oder auch unverbindliche Quote interpretieren. Börsennotierte Unternehmen müssen bei gleicher Qualifikation Frauen bei der Besetzung von Aufsichtsratsposten bevorzugen, um das Ziel von 40% bis 2020 zu erreichen. Der Vorschlag lässt offen, ob die bevorzugte Ernennung von Frauen die einzige Verpflichtung für die Unternehmen ist oder ob auch die Erreichung des Ziels von 40% verpflichtend ist. Im Europäischen Parlament wollen wir nun dafür sorgen, dass diese Frage geklärt wird. Wir brauchen die Verbindlichkeit des 40%-Ziels!”
Das Grüne Video dazu: http://youtu.be/v3gOqVocpq0
Den Vorschlag im Wortlaut und weitere Papiere dazu finden Sie auf der Seite der Europäischen Kommision.
Landesweiter Aufruf: Mehr Frauen in die Räte!
Mehr Frauen in die Räte – Dies fordert eine überparteiliche Allianz von engagierten Frauen in einem heute vorgestellten landesweiten Aufruf. Mit ihrer Forderung nach einer verbindlichen gesetzlichen Regelung für quotierte Listen bei Kommunalparlamenten reagiert die Initiative auf die nach wie vor erschreckende Unterrepräsentation von Frauen in baden-württembergischen Gemeinderäten und Kreistagen. Mit lediglich 22% Frauenanteil in den Gemeinderäten und 16% in den Kreisräten liegt Baden-Württemberg im Ländervergleich auf dem letzten Platz.
Wie es anders funktionieren kann, zeigen europäische Vorreiter wie Belgien, Spanien, Polen, Portugal und Frankreich, wo sich gesetzliche Quoten für kommunale Wahllisten in der Praxis längst bewährt haben.
Die Europaabgeordnete Franziska Brantner gehört zu den Erstunterzeichnerinnen des Aufrufs.
Europäische Kommission macht Rückzieher in Sachen Frauenquote
Die Europäische Kommission hat die für heute geplante Vorstellung ihrer Vorschläge für eine verbindliche Frauenquote für Aufsichtsräte in der EU in letzter Minute verschoben. Diesen Rückzieher der Europäischen Kommission kommentiert Franziska Brantner, Mitglied der Grünen im Frauen- und Gleichstellungsausschuss des Europaparlaments:
“Ich bin entsetzt. Wollen wir wirklich noch 40 Jahre warten? So lange wird es dauern, bis der Frauenanteil in Vorständen und Aufsichtsräten auf 40% steigt – ohne verbindliche Regelungen. Die Kommission hat heute eine einmalige Chance verpasst, für mehr Geschlechtergerechtigkeit in den Führungsebenen zu sorgen. Frau Redings Vorschlag, ab 2020 eine verbindliche Quote für das unterrepräsentierte Geschlecht in Aufsichtsräten einzuführen, war längst überfällig und leider auch noch nicht weitreichend genug. Dennoch wäre er ein erster Schritt in die richtige Richtung gewesen. Und dabei wäre er noch sehr unternehmensfreundlich geblieben. Der Widerstand von 9 Mitgliedsstaaten bereits vor der Veröffentlichung des Vorschlags ist daher nicht nur demokratisch fragwürdig, sondern auch völlig unverständlich. Und ebenso wenig kann ich die Widerstände innerhalb des Kommissions-Kollegiums verstehen, vor allem bei den Kommissarinnen. Frau Ashton müsste doch wissen, wie es sich als einzige Frau in der männerdominierten Außenpolitik anfühlt.”
Schluss mit Lippenbekenntnissen und Hochglanzbroschüren, Frau Reding!
Heute hat das Europäische Parlament mit klarer Mehrheit den Bericht für gleiche Bezahlung für Männer und Frauen bei gleicher und gleichwertiger Tätigkeit angenommen. Dieser Bericht, der vom durch den Lissabon-Vertrag verstärkten Initiativrecht des Europäischen Parlaments Gebrauch macht (1), fordert die Europäische Kommission auf, endlich neue gesetzliche Vorschläge zur Durchsetzung der Lohngleichheit zwischen Frauen und Männern einzubringen. Die detaillierten Empfehlungen des Berichts enthalten vor allem: Erhöhung der Transparenz durch verpflichtenden Entgeltcheck für alle Unternehmen ab 30 MitarbeiterInnen (2), die Möglichkeit von Sammelklagen, damit NROs und Gewerkschaften Opfer von Diskriminierung vertreten können und eine bessere Definition mit Kriterien für “gleichwertige” Arbeit. mehr
Studie des Europäischen Parlaments zu Quoten im Wahlrecht
Hier findet ihr eine interessante Studie des Europäischen Parlaments zu Quoten im Wahlrecht und ihrer Umsetzung.
Weitere Studien aus dem Bereich Gleichstellung und Frauenrechte gibt es hier.
Frauenquote für Vorstände: Europaparlament fordert: Banken und Sparkassen müssen weiblicher werden
Der Ausschuss für Wirtschaft und Währung im Europäischen Parlament hat gestern Abend über die CRD IV Regulierung (Capital Requirements Directive) abgestimmt, die in Zukunft den gesetzlichen Rahmen für europäische Banken bilden wird (1). Die angenommene Richtlinie enthält auch eine Geschlechterquote von mindestens 33% im Topmanagement. mehr
Europaparlament fordert gleiche Bezahlung von Frauen und Männern!
Am 24. April hat der Frauen- und Gleichstellungsausschuss (FEMM) des Europäischen Parlaments den Bericht “Gleiche Bezahlung für Männer und Frauen bei gleichwertiger Tätigkeit” angenommen und fordert darin die Europäische Kommission auf, endlich legislative Vorschläge zur Umsetzung der seit 1957 rechtlich verankerten Lohngleichheit vorzulegen.
Hier seht ihr mein Videostatement dazu (deutsch und englisch):
http://www.greens-efa-service.org/medialib/mcinfo/pub/en/scc/2912
Am 24. Mai wird der Bericht im Plenum des Europaparlaments abgestimmt – wir sind gespannt und werden wieder mit einer Fotoaktion für Aufmerksamkeit sorgen!
“Frauen verdienen mehr, als sie bekommen”
Franziska Brantner, Mitglied im Gleichstellungsausschuss des Europaparlaments, hat im Vorfeld des deutschen “Equal Pay Days” am 23. März, folgendes erklärt. “Frauen verdienen mehr als sie bekommen. Die Lohnlücke zwischen weiblichen und männlichen Mitarbeitern klafft fast nirgendwo so groß wie in Deutschland. Das ist ein Skandal. Ganze 23 Prozent bekommen sie im Durchschnitt weniger.” mehr
Frauenquoten für Führungspositionen: Genug Zeit vertrödelt, jetzt muss die Quote kommen!
Am heutigen Montag hat Justizkommissarin Viviane Reding den nächsten Schritt in Richtung einer gesetzlichen Frauenquote gemacht. Sie kündigte einen Gesetzesvorschlag für den Sommer an und wird dafür eine öffentliche Konsultation bis Mai eröffnen (1). Außerdem zieht sie Bilanz nach einem Jahr freiwilliger Selbstverpflichtung, die sie den europäischen Unternehmen am 8. März 2011 auferlegt hatte. mehr
EU-Kommission startet Konsultation zum Thema Frauenquote
EU-Kommissarin Viviane Reding hat eine öffentliche Konsultation zum Thema “Ungleiches Verhältnis der Geschlechter in den Führungspositionen europäischer Unternehmen” eröffnet, bei der Organisationen der Zivilgesellschaft , Gewerkschaften, Gleichstellungseinrichtungen sowie andere Organisationen und Einzelpersonen ihre Meinung zum Thema “Frauenquote” BIS ZUM 28. MAI 2012 abgeben können. Beteiligt euch zahlreich und macht damit Druck auf die EU-Kommission, endlich eine Gesetzesinitiative für eine Quote vorzulegen!
Europäische Kommission präsentiert Vorschlag zum Gender-Budget für den Zeitraum nach 2013
Für die Bereiche “Gleichstellung von Frauen und Männern” und “Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen” hat die Europäische Kommission am 15. November ihren Vorschlag für den Zeitraum nach 2013 vorgestellt. Das neue Programm soll “Rechte und Bürgerschaft” heißen und (neben zahlreichen weiteren Bereichen, wie z.B. dem Strafrecht) alle Aktionen in Sachen Gleichberechtigung/Kampf gegen Gewalt an Frauen enthalten (also z.B. das jetzige Daphne-Programm und die genderspezifischen Teile von Progress). Insgesamt sind für die 7-jährige Förderperiode €387 Millionen vorgesehen. Dies bedeutet eine Mittelkürzung um etwa 5% im Vergleich zu den derzeit laufenden Programmen. mehr
Friedensnobelpreis geht an drei herausragende Frauen
“Ich freue mich sehr, dass zum ersten Mal in der Geschichte des Nobelkomitees der Friedensnobelpreis an drei Frauenrechtlerinnen geht, für ihren gewaltlosen Kampf für den Schutz von Frauen und ihr Recht auf bedingungslose Beteiligung an der Friedensarbeit!”, so Franziska Brantner. Die Gewinnerinnen sind Ellen Johnson-Sirelaf und Leymah Gbowee aus Liberia und Tawakkul Karman aus Jemen. mehr






















