Anti-Atom und Klimaschutz
Franziska Brantner empört: Nicolas Sarkozy hat Laufzeit des “Schrottreaktors” Fessenheim um um zehn Jahre verlängert
Brüssel/Straßburg.Empört und enttäuscht äußerte sich die grüne Europaabgeordnete Dr. Franziska Brantner, zu deren Betreuungsgebiet neben der Metropolregion Rhein-Neckar auch die Rheinschiene bis an die Schweizer Grenze gehört, darüber, dass der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy gestern Abend die Laufzeit des “Schrottreaktors” Fessenheim um zehn Jahre verlängert. mehr
Offener Brief an Präsident Sarkozy: AKW Fessenheim sofort stilllegen
Offener Brief an Präsident Sarkozy: Deutsche und französische Europaabgeordnete fordern die sofortige Stilllegung des Pannenreaktors Fessenheim
In einem offenen Brief an den französischen Präsidenten Sarkozy haben sich deutsche und französische Europaparlamentarier der Fraktion der Grünen/EFA und der Sozialdemokraten für eine sofortige Stilllegung des AKW Fessenheim eingesetzt. In ihrem Schreiben vom 10. Mai betonten die Abgeordneten aus dem Elsass und aus Baden-Württemberg sowohl die besondere Gefährdung, die von Fessenheim ausgeht, als auch die Notwendigkeit eines energiepolitischen Neuanfangs. mehr
Neue Studie zeigt: Atomkraft auf dem Rückzug
Der neue “World Nuclear Industry Status Report 2010-11″ wurde mit der Unterstützung von der Grünen/EFA Fraktion vom World Watch Institute in Auftrag gegeben und heute im Europäischen Parlament auf einer Pressekonferenz vorgestellt. Die Studie zeigt eindrücklich, dass die Atomindustrie bereits vor Fukushima in schlechter Verfassung war. Vieles deutet darauf hin, dass ihr Niedergang sich nach Fukushima erheblich beschleunigen wird. Die Katastrophe hat einmal mehr bewiesen, mit welchen Risiken die Atomkraft untrennbar verbunden ist. Darum fordern die Grünen erneut, eine sichere und nachhaltige Energieversorgungsstrategie auf Grundlage eines EU-weiten Atomausstiegs zu erarbeiten. Die Fraktionsvorsitzende der Grünen/EFA im Europäischen Parlament, Rebecca Harms, kommentiert die Ergebnisse der Studie: mehr
“Atomkraftwerk Fessenheim muss vom Netz”
Strasbourg. Aufgewachsen ist die 31-jährige Europaabgeordnete Franziska Branter quasi im Schatten des Atomkraftwerks Fessenheim, direkt an der Grenze von Frankreich zu Deutschland. Schon vor Jahrzehnten galt vielen in Südbaden der Meiler als bedrohlicher Schrottreaktor, heute ist klar, dass dort mehr als vier Mal so viele Pannen passieren wie bei allen anderen französischen Kernkraftwerken zusammen. Obwohl der havarierte Reaktor im japanischen Fukushima, der seit Wochen die Welt in Atem hält, ähnlich alt und ähnlich konstruiert ist und damit die Gefährdung jedem deutlich werden sollte, wird im April über eine Laufzeitverlängerung für Fessenheim verhandelt. “Bei einer solchen Katastrophe gebe es für meine Heimatregion kein Entrinnen”, so die Mutter einer kleinen Tochter. Dabei müsste spätestens seit Tschernobyl vor einem Vierteljahrhundert eigentlich jedem klar sein, dass Radioaktivität keine Grenzen kenne. mehr
Pressekonferenz zu Atomarem Risiko an der deutsch-französischen Grenze
Straßburg. Nach der nuklearen Katastrophe in Japan zeigt sich die Öffentlichkeit in Baden-Württemberg und im Elsass zunehmend besorgt über die Sicherheit der Atomkraftwerke in der deutsch-französischen Grenzregion (insbesondere mit Blick auf die in Philippsburg, Neckarwestheim, Biblis und Fessenheim). In dieser Situation sind nun nach Ansicht der grünen Europaabgeordneten Dr. Franziska Brantner sowie ihrer Fraktion sowohl die regionalen als auch europäischen Behörden gefragt, um Antworten auf das atomare Risiko zu finden. Deshalb fand am heutige Mittwoch, 6. April, im Straßburger Europaparlament eine Pressekonferenz statt, die unter www.greenmediabox.eu auch im Internet per Livestream zu verfolgen war, in Kürze wird der Beitrag unter http://www.greenmediabox.eu/archive/ ins Archiv gestellt. Mit dabei waren neben Franziska Brantner (MdEP aus Baden-Württemberg und der Metropolregion Rhein-Neckar), Rebecca Harms (MdEP und Ko-Vorsitzende der Fraktion), Sandrine Bélier, (MdEP im Wahlkreis Ost-Frankreich) sowie Jacques Fernique, Mitglied des Regionalparlaments im Elsass für die französischen Grünen (Europe Ecologie-Les Verts). Die Pressekonferenz trug den Titel “Atomares Risiko als gemeinsame Verantwortung: Welche Rolle für die europäischen Regionen?” Am heutigen Nachmittag wird auf diesem Blog auch ein Beitrag darüber zu lesen sein.
Wer macht mit? Radtour vom Europabüro zum Sternmarsch auf Biblis am Ostermontag
Biblis/Ludwigshafen. Vor 25 Jahren erschütterten die katastrophalen Ereignisse in Tschernobyl die Welt und machten deutlich, welche existentiellen Gefahren von der Atomkraft ausgehen. Durch die Ereignisse in Fukushima, die diese Gefahren wieder in das kollektive Bewusstsein rufen, reicht es für die Befürworter der Atomkraft nicht mehr aus, auf ein kalkulierbares Restrisiko zu verweisen und ein zumindestes symbolisches Handeln wird an den Tag gelegt. Trotz der Bereitschaft der Bundesregierung, möglicherweise einige Atomkraftwerke abzuschalten, ist zivilbürgerliches Engagement nun unabdingbar, um ein Zeichen gegen Atomkraft zu setzen und den Ausstieg voran zu treiben. Beim Sternmarsch auf Biblis am Ostermontag, 25. April, zu dem das Grüne Europabüro von Franziska Brantner ab 8.45 Uhr eine Radtour veranstaltet, ist Gelegenheit dazu. Insbesondere die erschütternden Zahlen der direkten und der Langzeitopfer von Tschernobyl und die möglichen Opfer der Katastrophe in Fukushima verdeutlichen, dass die Atomkraft keine beherrschbare Technologie ist und vor allem die Schrott-Reaktoren abgeschaltet werden müssen. mehr
Aus der Katastrophe in Japan lernen: Philippsburg, Biblis und Fessenheim für immer abschalten
Brüssel: Gemeinsam mit ihrer französischen Fraktions-Kollegin Sandrine Bélier fordert die grüne Europaabgeordnete für die Metropolregion Rhein-Neckar, Franziska Brantner, dass nicht nur, wie vor wenigen Stunden verkündet, Neckarwestheim I, sondern auch die Atomkraftwerke in Philippsburg (Foto), Biblis und im elsässischen Fessenheim schnellstmöglich und auf Dauer abgeschaltet werden. mehr
Jetzt handeln: Atomkraft ist nicht beherrschbar
Brüssel/Metropolregion Rhein-Neckar. Mit großer Bestürzung und Trauer verfolgen sicher wir alle die schrecklichen Nachrichten aus Japan. Unser tiefes Mitgefühl gilt den Opfern und ihren Angehörigen und Freunden, den Verletzten und allen anderen Geschädigten dieser fürchterlichen Katastrophe. Die dramatischen Ereignisse führen uns allen aber auch wieder einmal schmerzhaft vor Augen: Atomkraft ist nicht beherrschbar und nicht verantwortbar. Aus dem vermeintlich verschwindend geringen so genannten “Restrisiko” ist schon viel zu oft der reale Ernstfall geworden mit tödlichen Folgen für Menschen und Natur.

Das Trojanische Pferd des Günther Oettinger
Brüssel/Straßburg. In zahlreichen regionalen und überregionalen Medien hat die Fraktion der Grünen im Europäischen Parlament am heutigen Donnerstag einen Appell an Energie-Kommissar Günther Oettinger veröffentlicht, der sich gegen sein Ansinnen richtet, über die europäische Ebene das deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz zu kippen. Unter dem Vorwand europaweit einheitliche Einspeisestandards zu schaffen, wolle der Kommissar und Ex-Ministerpräsident von Baden-Württemberg in Wahrheit den Vorrang für die erneuerbaren Energien beim Netzzugang abschaffen, betont die Fraktion der Grünen/EFA. Damit werde die dezentrale Förderung dieser umweltschonenden Energie behindert. Stattdessen wolle er Großprojekte außerhalb der EU fördern und Strom europaweit handeln. mehr
Nein zur Atompropaganda im Parlamentsgebäude!
Plakat der Konservativen im Parlament: Unter dem Titel “In Praise of Nuclear Energy” wurden Mitte Oktober Atomlobbyisten eingeladen und Mythen über die Atomkraft verbreitet – die Gefahren der Nuklearenergie werden nicht mit einem Wort erwähnt.
Brüssel. In letzter Zeit nutzen immer mehr Abgeordnete das Europäische Parlament ungeniert als Forum, um die Nuklearindustrie zu unterstützen und Seminare für Atomkraft-Lobbyisten abzuhalten. Die Frage wie man bestehende Kraftwerke vor Unglücken schützt, bleibt in der Regel von der Debatte völlig ausgeschlossen. Genauso wie die Tatsache, dass alternative Energien durch die Atomkraft mehr und mehr verdrängt werden, so etwa durch den jüngsten Beschluss der deutschen Bundesregierung, die Laufzeiten für die Meiler zu verlängern. Aber was mich beim alltäglichen Gang durchs Parlament regelrecht schockiert hat: Selbst die Sozialdemokraten hier in Brüssel machen nicht mehr davor halt, Seminare zur vermeintlichen “Wiedergeburt der Atomenergie” zu organisieren, und blenden somit die Risiken der Atomkraft gänzlich aus.
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