Essen für Alle

Entstanden bei der Multiplikatoren-Konferenz "Essen für alle" in Mannheim am 29. Oktober 2010

auf Einladung der Europaabgeordneten Dr. Franziska Brantner und der Fraktion Die Grünen/EFA. Die Resolution wird von den Unterzeichnern ausdrücklich unterstützt und soll dem Agrarkommissar durch die Abgeordnete übergeben werden.

Präambel:

Die EU-Agrarreform, die 2011 diskutiert und 2012 beschlossen wird, ist unserer Ansicht nach eines der wichtigsten Gesetze für die kommenden Jahrzehnte: für die Umwelt, für das Klima, für die Entwicklungspolitik, den Verbraucherschutz und unsere Gesundheit. Das Ziel der künftigen Agrarpolitik der Europäischen Union muss es sein, zu einer gerechten, zukunftsfähigen und nachhaltigen Erzeugung von Lebensmitteln überall auf der Welt beizutragen. Das hat die bisherige EU-Agrarpolitik versäumt.

Deshalb wünschen wir, die Unterzeichner der Metrogrünen Erklärung, dass folgender Satz der neuen EU-Agrarpolitik vorangestellt wird:

Die bisherige europäische Agrarpolitik war nicht ökologisch, nicht nachhaltig und auch nicht gerecht, sondern zerstörerisch und ausbeuterisch. Das muss sich ab 2013 ändern. Dazu fordern wir einen "Kategorischen Imperativ" für die Landwirtschaft nach dem Prinzip: Wirtschafte so, dass deine Wirtschaftsweise von allen praktiziert werden kann, ohne damit den Boden, das Klima und die globalen Ökosysteme heute und in Zukunft zu schädigen.

Wir fordern eine Politik, die keinen Menschen dazu zwingt, aus Not Raubbau zu betreiben – weder an den Ökosystemen, noch am Leben anderer Menschen und Geschöpfe, noch an seiner eigenen Gesundheit.

Europäische Union:

Erzeuger und Verbraucher:

Erziehung und Bildung:

Gesundheit:

Auch die Konsumentinnen und Konsumenten tragen Verantwortung: Jeder Lebensmittel-Einkauf ist ein Auftrag an die Produzenten, auf diese oder eben eine andere Art zu wirtschaften.

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