Europäisches Katastrophenhilfswerk erforderlich
Straßburg. In Reaktion auf die Erdbeben-Katastrophe in Haiti haben am Donnerstag, 21. Januar, die Grünen/EFA im Auswärtigen Ausschusses des Europäischen Parlaments die rasche Einrichtung eines europäischen technischen Hilfswerks (Civilian Protection Force) sowie einen Initiativbericht des Europäischen Parlaments zu diesem Thema gefordert.
Franziska Brantner, außenpolitische Sprecherin der Fraktion, erklärte dazu: “Die Katastrophe und das Chaos in der Koordinierung der humanitären Soforthilfe zeigen erneut, dass die Europäische Union dringend einen eigenen Katastrophenschutz braucht, der in der Lage ist, sofort die Koordination von Hilfen zu übernehmen sowie außerdem über Personal und technisches Gerät für effektive Soforthilfe verfügt”. Die Europaabgeordnete aus der Metropolregion Rhein-Neckar forderte von Baroness Ashton, jetzt aktiv zu werden und schnell die Initiative zu ergreifen, damit ein solches technisches Hilfeswerk zügig ins Leben gerufen und aufgebaut werden könne.
Nach Ansicht von Franziska Brantner und ihrer Fraktion ist es wichtiger, jetzt die Stärkung der Strukturen und Kapazitäten der Europäischen Union zu fördern, als die EU-Außenbeauftragte zum humanitären Tourismus nach Haiti oder anderswo zu schicken. Die Grünen/EFA werden Ashton daran messen, ob sie jetzt die Initiative ergreife und Weitsicht beweise oder lediglich Trostpflaster verteile, kündigte Franziska Brantner an.
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