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Den Frauen eine Stimme geben

Veröffentlicht am: 17. Februar 2011

Mädchen bei Protest in Ägypten

Strasbourg. “Den Frauen in den arabischen Ländern eine Stimme geben, nicht nur jetzt, sondern auf Dauer”. Auf dieses Ziel möchten die beiden Europaparlamentarierinnen Franziska Brantner (Grüne/EFA) und Ana Gomes (Fraktion der Progressiven Allianz der Sozialisten und Demokraten) die Europäische Union verpflichten. Bei einer Anhörung mit dem Titel “Women for Transformation” (Frauen für den Wandel) mit Frauenrechtlerinnen aus Tunesien, Ägypten sowie der EU wurde deutlich, dass das ein ungemein wichtiges Anliegen ist (siehe auch Blog vom 16. Februar). Alle Teilnehmerinnen unterstrichen, wie stark sich die Frauen aller Altersgruppen beim Protest eingebracht haben und einbringen. Das gelte ebenso für Demonstrationen und den Kampf auf der Straße wie für Organisation, Medien und Öffentlichkeitsarbeit. Dem müsse jetzt aber auch die politische Teilhabe folgen, so unterstrich Sabra Bano, es gehe nicht an, dass die Frauen danach einfach “wieder heimgeschickt werden”, wie das so oft in der Weltgeschichte geschehen ist.

Als wichtigste Punkte, darüber herrschte Einigkeit bei der Anhörung, müssen neben der in der Verfassung verankerten Gleichheit von Mann und Frau, auch Veränderungen im Familienrecht und ein Anti-Diskriminierungsgesetz durchgesetzt werden. “Die Rolle der Medien und ihr Fokus auf Männer muss ebenfalls kritisch gesehen werden”, so Franziska Brantner, “die EU darf nicht wieder in die Falle tappen und nur mit den etabilierten politischen Eliten verhandeln”.

Die Zusammenfassung im englischen Wortlaut: womenfortransformation

Den Videomitschnitt der Veranstaltung finden Sie hier.

Weitere Dokumente:

Contribution Hoda Salah (PDF)
Contribution of Khadija Chérif (PDF)

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Antidiskriminierung / Chancengleichheit, Gewalt gegen Frauen bekämpfen, Mittelmeerraum und Naher Osten


Ein Kommentar

  1. Evelyn Thriene schrieb am 06.03.2011 um 10.20 Uhr

    Die Frauen in den arabischen Ländern sind nicht “mitzubeteiligen”, sondern vorrangig zu unterstützen: Schließlich sind sie in keinster Weise mit den alten, korrupten Machteliten verwoben – auch nicht als Begünstigte.


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