Gleiche Bezahlung, jetzt!
Straßburg. Junge weibliche Abgeordnete forderten im Europa-Parlament pünktlich zum Internationalen Frauentag, der an diesem Tag auch noch auf den Karnevals-Dienstag fiel, gleiche Bezahlung für Frauen und Männer. Parlamentarierinnen aller proeuropäischen Fraktionen eröffneten mit einer Fotoaktion ihre Initiative “Equal pay NOW – Gleiche Bezahlung JETZT” (siehe Foto). Dazu Franziska Brantner, Mitglieder der Grünen/EFA im Parlament: “Wir werden damit das verstärkte Initiativrecht des Europaparlamentes in Gang setzen und die Europäische Kommission auffordern, endlich einen Legislativvorschlag zur Verminderung der Lohnungleichheit vorzulegen. Seit 1957 ist das Prinzip der gleichen Bezahlung für Männer und Frauen bei gleicher Tätigkeit in den Verträgen enthalten – doch bis zum heutigen Tag besteht der Lohnunterschied und nimmt nicht ab. Er beträgt immer noch 17,5 Prozent im EU-Durchschnitt, in Deutschland sogar 23 Prozent! Die Kommission muss JETZT aktiv werden”.
Im Anschluss an die Aktion übergaben die Parliamentarierinnen einen Brief (Letter to President Buzek) mit ihren Forderungen an Parlamentspräsident Prof. Buzek. Unterzeichnet wurde dieser Brief von Franziska Brantner (Grüne), Karima Delli (Grüne), Eider Gardiazábal Rubial (S&D), Kartika Liotard (GUE/NGL), Barbara Matera (EVP), Marisa Matias (GUE/NGL), Emma McClarkin (ECR), Ramona Manescu (ALDE), Mariya Nedelcheva (EVP) und Catherine Stihler (S&D).
Den Bericht der Tagesschau vom 8.3.2011 über die Aktion im Europaparlament finden Sie hier (ab Minute 5)
Den Bericht des ARD Nachtmagazins vom 9.03.2011 über Franziska Brantners Arbeit zum Thema finden Sie hier (ab Minute 6:30)
In diesem Brief fordern Sie Präsident Buzek auf, das Initiativrecht des Parlaments gegenüber der Kommission in Gang zu setzen. Sollte sie sich weiterhin weigern, konkrete Gesetzesvorschläge vorzulegen, müsse sie den Frauen und Männern in der EU wenigstens erklären, warum sie untätig bleibe. Bereits 2008 habe das Europaparlament einen guten Bericht zum Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen angenommen, der die Kommission zum Tätigwerden aufforderte. Jedoch ist seit dem nichts passiert.
Auf dem Foto: Franziska Brantner (Greens/EFA); Karima Delli (Greens/EFA), Eider Gardiazábal Rubial (S&D), Kartika Liotard (GUE/NGL), Barbara Matera (EPP), Marisa Matias (GUE/NGL), Emma McClarkin (ECR), Ramona Manescu (ALDE), Mariya Nedelcheva (EPP), Catherine Stihler (S&D)
Das Video zum Ereignis: ab 00’08
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Eine wunderbare und visuell viel Aufmerksamkeit erreichende Aktion, super! …ich hoffe, Franziska macht der Kommission weiter Druck
.
“Ich glaube – und hoffe – auch, dass Politik und Wirtschaft in der Zukunft nicht mehr so wichtig sein werden wie in der Vergangenheit. Die Zeit wird kommen, wo die Mehrzahl unserer gegenwärtigen Kontroversen auf diesen Gebieten uns ebenso trivial oder bedeutungslos vorkommen werden wie die theologischen Debatten, an welche die besten Köpfe des Mittelalters ihre Kräfte verschwendeten. Politik und Wirtschaft befassen sich mit Macht und Wohlstand, und weder dem einen noch dem anderen sollte das Hauptinteresse oder gar das ausschließliche Interesse erwachsener, reifer Menschen gelten.”
Arthur C. Clarke (Profile der Zukunft)
Ob Politiker oder Theologen die dümmsten Menschen der Welt sind, ist eine müßige Frage. Sicher ist, dass für beide Berufsgruppen nur solange eine Nachfrage besteht, wie das arbeitende Volk daran glaubt, die Vertreibung aus dem Paradies müsse ein einmaliges Ereignis vor langer Zeit gewesen sein.
Herzlich Willkommen im 21. Jahrhundert:
http://www.deweles.de/willkommen/cancel-program-genesis.html