deutsch | english
 
Mitglied des Europäischen Parlaments
 
  • Start

  • Presse

  • Über mich

  • Themen

  • Mein Europa

  • Meine Region

  • Kontakt

Feministische Gesellschaftspolitik ΙEuropäische Außenpolitik Ι Haushalt der Europäischen Union Ι Jugend Ι Solidarisches Europa Ι Weitere Themen

Beim Ökowinzer: Neue Reben braucht das Land

Veröffentlicht am: 1. Januar 2010

Landau/Pfalz. “Europa in die Region tragen”. So lautete am Dienstag, 22. Dezember, die Überschrift des Rheinpfalz-Aufmachers auf den Landauer Seiten. Gemeint war damit der Besuch der Europa-Abgeordneten Franziska Brantner beim Öko-Weingut Klaus und Susanne Rummel im eingemeindeten Weinort Nußdorf. Dort erfuhr sie eine ganze Menge über die Zucht pilzresistenter Rebsorten und warum das den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln um fast 80 Prozent reduzieren kann, und wie man Ökowein vermarktet. Sie konnte aber auch selbst klar machen, dass sie die in der Südpfalz gewonnenen Eindrücke mitnehmen wird nach Brüssel und Straßburg, wenn dort die Revision der Finanzinstrumente im Haushalt anstehen. Dann sollen die Zeichen stärker als bisher auf ökologisch und nachhaltig gestellt werden. Denn das, davon ist die 30-Jährige, die seit dem 7. Juni für die Metropolregion Rhein-Neckar im Europaparlament sitzt, überzeugt, ist für Umwelt und Menschen gut, in ganz Europa.

Im Parlament sitzt sie zwar nicht im Agrarausschuss, sondern in den Ausschüssen für Auswärtiges und für Verteidigung sowie in dem für Frauen, aber eben auch im Haushaltsausschuss und da wird ja bekanntlich über das Geld entschieden. Bis zum Jahr 2013 sollen die Finanzen neu strukturiert werden und da lohnt es ganz genau hinzusehen. Schon jetzt hat Franziska Brantner eine Studie in Zusammenarbeit mit der Universität Mannheim, wo die Politikwissenschaftlerin auch Lehrbeauftragte ist, in Auftrag gegeben, die zeigen für die Metropolregion zeigen soll, wo genau die EU-Gelder in den einzelnen Bereichen hinfließen. „Wissen, wie Europa regional wirkt“, das ist ihr Anliegen, auch im Agrarbereich.

Der Weg von Susanne und Klaus Rummel in den ökologisch arbeitenden Weinbau begann schon vor mehr als 20 Jahren. Seit 1994 haben sie sich auf die Zucht von pilzwiderstandsfähigen Reben spezialisiert, den „Piwis“. Waren die Etiketten damals noch mit Signaturen wie GFGA5414 beschriftet, weil die neuen Sorten noch keine Namen, sondern nur Prüfziffern hatten, haben sie jetzt edle Etiketten mit Namen wie 17er. Und der 1er heißt inzwischen Cabertin. Andere Weinflaschen tragen Namen wie Sonnensegler, Rummel Rot oder Wilde Hilde. Vorteil der pilzresistenten Sorten ist, dass sie rund 80 Prozent weniger chemische Pflanzenschutzmittel benötigen und auch mit Wasserglas, Backpulver, Fenchelbrühe und ein wenig Schwefel zurechtkommen.

Geändert hat sich auch das Verhalten der Konsumenten. Waren sie zunächst noch eher skeptisch, sind nunmehr viel geradezu begeistert. Das Produkt überzeugt eben. Neben Wein und Traubensaft, stehen auf dem Weingut Rummel auch noch Rotweinessig und Traubenkernöl sowie Weingelee und Tante Friedas Rotweinkuchen im Angebot. Kein Wunder, dass sich Franziska Brantner hier mit Mitbringseln eindeckt, die in Brüssel, Straßburg, aber auch Heidelberg und Mannheim bestens ankommen. Zehn Hektar mit 20 verschiedenen Sorten, davon 40 Prozent pilzresistent haben die Rummels mit Reben bestückt. Die Umwelt liegt der Familie aus Landau-Nußdorf am Herzen und es freut sie, dass auch aus dem konventionellen Landbau immer mehr am gleichen Strang ziehen. So werden beispielsweise in Nußdorf im großen Stil auf 500 Hektar von 35 Winzern Pheromone gegen den gefürchteten Traubenwickler eingesetzt. Im Jahr 2005 erhielt das Weingut Rummel für sein Engagement den ersten Preis des Bundesministeriums für Landwirtschaft und Ernährung, der von der damaligen grünen Ministerin Renate Künast persönlich überreicht wurde. Seither gibt es auch einen großen Andrang von Studierenden, Schulklassen und Fachleuten. Das Motto „Neue Reben braucht das Land“ hat sich durchgesetzt. „Bio ist machbar, es funktioniert, allerdings nicht von alleine“, bringt Susanne Rummel den Werdegang auf den Punkt. Eine kluge Öffentlichkeitsarbeit und ein langer Atem gehören dazu.

Kontaktadresse: Klaus und Susanne Rummel, Weingut, Geißelgasse 36, 76829 Landau-Nußdorf, Geißelgasse 36, 06341 61972, E-Mail rummel-biowein@t-online.de, Homelpage www.rummel-biowein.de.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Metropolregion Rhein-Neckar, Umwelt und Verkehr


Ihr Kommentar

Ihre E-Mail wird niemals veröffentlicht oder verteilt. Benötigte Felder sind mit * markiert




Kommentar

Aktuell
alle anzeigen
  • Pressespiegel, 23.01.2012
    Croats say resounding ‘yes’ to EU membership
  • Pressespiegel, 23.01.2012
    Kroaten sagen “Ja” zum EU-Beitritt
  • Pressespiegel, 23.01.2012
    EU pozdravlja rezultate referenduma u Hrvatskoj
Newsletter
Der FranziskaLetter - Stets aktuell informiert über die politische Arbeit von Franziska Brantner
Bestellen.
Frauenletter
Der FrauenLetter - Aktuelle Informationen über Gleichstellungspolitik in Deutschland und Europa
Bestellen.


button-auszubildende
Europäisches Jugendportal auf Facebook
dellmuth_studie
Themensdossier Nordafrika
Studie am Ziel vorbei - willkürliche Vergabe von EU-Geldern
EU Charta für Gleichstellung
EU Städtepartnerschaften
Kultur findet Stadt, PDF
Aus dem Leben einer Abgeordneten
Impressum | Datenschutz
Twitter Facebook MeinVZ-Profil