Den Kindern eine Zukunft – Schule in Burundi konnte gebaut werden
Ludwigshafen/Burundi. “Die Schule steht”, Astère Hatungimana strahlt über das ganze Gesicht. Was er und sein Verein Action Survive (www.action-survive.de), ein wenig auch mit Unterstützung des Grünen Europabüros von Franziska Brantner auf die Beine gestellt haben, das kann sich sehen lassen und ist eine gute Nachricht in diesen Tagen, wo Ostafrika für so viel schlimme Schlagzeilen sorgt. In Muyogoro, das ist ein kleiner Flecken in Astères Geburtsland Burundi, können rund 400 Jungen und Mädchen jetzt in neuen Klassenzimmern unterichtet werden. Am 15. September startet das Schuljahr und die Räume werden ihrer Nutzung übergeben.
Doch damit natürlich nicht genug: Eine kleine Krankenstation ist geplant und nächstes Jahr soll ein Container gepackt werden. Darin, so erträumt sich das Initiator Astère, der als Informatikberater in Deutschland arbeitet und lebt, könnten sich dann Solarmodule, Computer, aber auch medizinische Geräte und Schreibtische oder ähnliches Schulmobiliar befinden.
Burundi ist für viele ein unbekanntes Land. Klar, es ist das kleinste Afrikas und grenzt im Norden an Ruanda, im Osten an Tansania und im Westen an die Demokratische Republik Kongo, aber wie die Menschen dort leben, wissen nur wenige. Der größte Teil dieser Grenze liegt im Tanganjika-See. Laut Welthunger-Index ist Burundi eines der ärmsten Länder der Erde, fast die Hälfte der Bevölkerung hungert. 2007 belief sich der Anteil der Bevölkerung mit wenige als einem US-Dollar pro Tag auf 58 Prozent.
Grund dafür sind Kriegsfolgen, Übernutzung der Böden, Bevölkerungsdichte und der damit verbundene Mangel an Land. Flüchtlingsproblematik verschärft das Ganze immer noch. Fast die Hälfte der Einwohner sind unter 14 Jahren, aber nur die Hälfte von ihnen kann eine Schule besuchen, obwohl der Staat die Lehrkräfte bezahlt, mangelt es häufig an Gebäuden. Viele der Jungen und Mädchen haben ihre Eltern verloren, sei es durch den lange währenden Bürgerkrieg, das HIV-Virus, Malaria oder andere Krankheiten.
Kein Wunder, dass sich der gemeinnützige, konfessionell und politisch unabhängige Verein Action Survive vor allem dem Ziel verschrieben hat, den Kindern in Burundi die Chance auf eine lebenswerte Zukunft zu geben. Gefördert werden sollen Straßenkinder, Kriegs- und Aidswaisen. Sie sollen nicht nur Ernährung, Kleidung und medizinische Versorung, sondern auch eine Ausbildung bekommen, das wäre das langfristige Konzept. “Wenn sich jemand finden könnte in Deutschland, der Jugendliche zu Wartungstechnikern ausbildet”, träumt Astere, “dann könnten die zahlreichen Geräte, die wir aus dem Ausland bekommen, auch in Schuss gehalten werden”. Es wäre nicht der erste seiner Träume, der wahr wird.
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