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Stark machen für die Umwelt

Veröffentlicht am: 10. November 2009

blog_regionHeidelberg, 9. November 2009. Dass der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) und die Grünen viele Schnittmengen haben, liegt quasi in der Natur der Sache. Kämpfen doch der Umweltverband und die Partei oft gemeinsam gegen Atomkraft, gegen unnützen Flächenverbrauch, gegen Naturzerstörung und machen sich ebenso gemeinsam für den Klimaschutz, eine vernünftige Verkehrspolitik und erneuerbare Energie stark. Kein Wunder also, dass für Franziska Branter einer ihrer Antrittsbesuche in die Hauptstraße 42 führen musste. Nicht, dass sie den BUND Rhein-Neckar-Odenwald und dessen Geschäftsführer Matthias Weyland nicht schon länger kennen würde. Aber über die ohnehin vorhandene Gemeinsamkeit hinaus, galt es Machbares auszuloten, schließlich soll die Metropolregion nicht nur in Biotechnologie und Wirtschaftskraft, sondern auch beim Umweltschutz zur Vorzeigegegend werden.

Damit bei ihr im Team der naturwissenschaftliche Sachverstand nicht zu kurz kommt, so die Abgeordnete, habe sie für die Freiburger Dependance ihres Büros mit Anna Schmid eine Phyikerin gewonnen, deren Spezialgebiet erneuerbare Energien sind. A propos: Für Franziska Branter der Aufreger der vergangenen Wochen. Während die Mehrheit des Europaparlaments für die Subvention von 400 Millionen Euro Milchlieferungen nach Afrika votierte, wurden die 20 Millionen Euro für erneuerbare Energien ebenso verweigert wie die 25 Millionen Euro, die notwendig wären, um Polizisten, Staatsanwälten und anderen Zivilpersonen, die bei Auslandsaussätzen für Frieden sorgen, gemeinsam für den Einsatz fit zu machen.

Doch zurück zur Metropolregion: Verwundert war Matthias Weyland darüber, dass das Energiekonzept, das Anfang des Jahres begonnen wurde, so schleppend voran kommt. Während die meisten der Anwesenden bei der Präsentation in der vergangenen Woche auf erste Ergebnisse warteten, gab es lediglich die Aussicht bis Ende 2010 eine fertige Studie zu haben. Dabei, so der BUND-Geschäftsführer, „kommt es in erster Linie gar nicht auf das Konzept, sondern auf dessen Umsetzung an“. Und die sollte eigentlichen vor dem jetzt unmittelbar bevor stehenden Flächennutzungsplan beginnen. Doch möglicherweise gibt es da gewisse Reibungsverluste in der Region. Sei es, dass an der hessischen Bergstraße die Windkraft ganz kritisch gesehen wird oder dass Firmen nicht unbedingt ihre Daten offenlegen wollen.

Wie dem auch sei, nicht zuletzt die Grüne Fraktion in der Verbandsversammlung mit Wolfgang Raufelde, Uli Sckerl, Thomas Hornung, Kai Donndorf und Barbara Hornbach wird ein wachsames Auge darauf haben. Ebenso wie auf das Verkehrskonzept, das ebenso in den Startlöchern steckt. Zusammen mit der Europaparlamentarierin möchte der BUND Rhein-Neckar-Odenwald nicht nur demnächst eine Veranstaltung zur Klimakonferenz in Kopenhagen auf die Beine stellen, sondern im kommenden Jahr auch zur Problematik der Regionalflughäfen, ganz zu schweigen davon, dass man natürlich auch im Gespräch darüber bleibt, wie sich das Prozedere um das Mannheimer Kohlekraftwerk weiter entwickelt. Kritisch gesehen wird von beiden die mit Hilfe von Gentechnik erzeugte BASF-Kartoffel Amflora, die von der Europäischen Union bislang nicht zugelassen wurde.

Ein wenig Hoffnung haben Weyland wie Brantner, dass die demografische Entwicklung dem fast zügellosen Flächenverbrauch der letzten Jahre ein wenig Einhalt gebieten könnte. So langsam, meinten die beiden unisono, müsste es auch vielen Kommunalpolitikern einleuchten, dass das nicht nur ökologisch, sondern durch die Folgekosten auch ökonomisch zur Katastrophe werden könne.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Metropolregion Rhein-Neckar, Umwelt und Verkehr


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