Solarenergie voran bringen: Dächer gibt es ja genug

Nach dem Scheitern der UN-Klimakonferenz und dem damit verbundenen Ausbleiben eines Impulses in Sachen Klimaschutz ist bürgerschaftliches Engagement wichtiger denn je, wenn es um die Frage geht, wie Emissionen eingespart und die schlimmsten Folgen des Klimawandels verhindert werden können. Von einem positiven Beispiel direkten Engagements konnte sich Franziska Brantner, grüne Europaabgeordnete für die Metropolregion Rhein-Neckar, bei einem Besuch der UniSolar Heidelberg-Gruppe überzeugen lassen.
Diese Gruppe von Studierenden der Pädagogischen Hochschule Heidelberg hat innerhalb eines Jahres eigenständig die Installation einer rund 900 Quadratmeter großen Fotovoltaik-Anlage auf dem Dach der Neuen Pädagogischen Hochschule vorangetrieben. Dabei hat die Gruppe den Kontakt sowohl zum zuständigen Universitätsbauamt als auch zu der jetzigen Betreibergesellschaft hergestellt und die Verwirklichung der Idee vorangetrieben. An dem Projekt mit einem Investitionsvolumen von 95000 Euro konnten interessierte Bürgerinnen und Bürger mit einem Darlehen ab 250 Euro teilhaben, und somit einen ganz individuellen Beitrag zu Klimaschutz und erneuerbaren Energien in der Metropolregion leisten.
Damit das Ganze auch pädagogisch fruchtbar ist, gibt es eine kleine Lehreinheit, welche die produzierende Firma zur Verfügung stellt. “Es ist wichtig, die nächste Generation für solche Projekte immer gleich im Blick zu haben”, weiß Franziska Brantner von ähnlichen Freiburger Aktivitäten. Dort wird allen Altersgruppen der Zugang zur und das Verständnis für Solarenergie leicht gemacht. Während die Kleinsten mit Brennglas und Sonnenstrahlen Feuer machen dürfen, lernen die Größeren dann ganz wissenschaftlich, wie eine Solarzelle funktioniert. Aber auch bei den Erwachsenen kann die Anlage zur Ausräumung von Vorurteilen und zur Schärfung des ökologischen Bewusstseins dienen. Und so steht bereits jetzt fest, dass das Engagement mit Fertigstellung der Fotovoltaikanlage auf dem Dach der Neuen Pädagogischen Hochschule nicht beendet sein wird. Stattdessen denkt die Gruppe, die im Rahmen des Projektes reichlich Erfahrungen mit Behörden, Technik und Betreibern sammeln konnte, bereits über mögliche Anschlussprojekte in der Umgebung nach. “Dächer gibt es ja genug”, stellte Franziska Brantner bei einem Blick auf den Campus des Neuenheimer Feldes aus der Vogelperspektive fest. Wenn die Tausenden von Quadratmetern von Universität, Pädagogischer Hochschule, Kliniken, Wohnheimen und Versorgungszentren clever genutzt würden, könnte von Heidelberg aus ein wichtiger Impuls in Sachen nachhaltiger Energie in die Welt gehen. Und das ist auch dringend nötig.
Denn, so Andreas Gissler von Unisolar, während die Pädagogische Hochschule nicht mal genau weiß, wie viel sie für Energie überhaupt ausgibt, ist die Sache für die Ruperto Carola immerhin klar: Über neun Millionen Euro pro Jahr. Grund genug, mit Solarzellen auf dem Dach Nägel mit Köpfen, beziehungsweise Energiepolitik mit Köpfchen zu machen.
Von Alexander Franke
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Na, da freu ich mich ja doppelt wenn du in Photovoltaik schon so gut vorgebildet bist brauch ich morgen in Michelstadt nicht mehr so viel zu erzählen.
Mit sonnigen Grüßen
Erhard
Ralos die Dachweltmeister