Franziska Brantner ist seit 2009 Mitglied des Europäischen Parlaments für die Fraktion Grüne/EFA. Sie ist außenpolitische Sprecherin der Fraktion und ständige Berichterstatterin für das EU-Stabilitätsinstrument für Konfliktlösung und Krisenreaktion. Außerdem hat sie für die Grünen/EFA die Verhandlungen über den Aufbau und die Reform des Europäischen Auswärtigen Dienstes geführt. Sie ist ständiges Mitglied und grüne Koordinatorin im Ausschuss für Auswärtige Angelegenheiten und stellvertretendes Mitglied des Unterausschusses für Sicherheit und Verteidigung, des Frauenrechts- und Gleichstellungsausschusses sowie des Haushaltsausschusses.

Franziska Brantner absolvierte ein Doppeldiplomstudium an der School of International and Public Affairs der Columbia University in New York und Sciences Po in Paris, wo sie als erste ihres Jahrgangs abschloss. 2010 promovierte sie an der Universität Mannheim mit einer Arbeit über die Reformfähigkeit der Vereinten Nationen.

Vor ihrer Wahl ins Europaparlament war Franziska Brantner für die Bertelsmann-Stiftung Brüssel als Beraterin für Europäische Außen- und Sicherheitspolitik tätig. Zuvor arbeitete sie für die UN-Frauenrechtsorganisation (UNIFEM) und erarbeitete einen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Resolution 1325 über die Auswirkungen von Konflikten auf Frauen und den Beitrag von Frauen zur Friedensschaffung. Mit Richard Gowan verfasste Franziska Brantner 2008 für den European Council on Foreign Relations (ECFR) eine Studie über EU-Menschenrechtspolitik bei den Vereinten Nationen und war Mitglied der friedens- und sicherheitspolitischen Kommission der Grünen. Nach Arbeits- und Studienaufenthalten in Freiburg, Tel Aviv, Washington DC, Paris, New York und Berlin lebt Franziska Brantner heute in Heidelberg und Brüssel. Sie wurde 1979 in Lörrach geboren.


Franziska Brantner über ihre Vita

“Geboren am 24. August 1979 in Lörrach und in Südbaden aufgewachsen, zog es mich nach der Schule in Freiburg in die Ferne.

Ich habe in Paris an der Sciences Po und in New York an der Columbia University Politikwissenschaften und Volkswirtschaft studiert. Zuvor war ich in Tel Aviv (Israel) und Washington D.C. (USA) für die Heinrich Böll Stiftung tätig. Später war ich Stipendiatin des Studienwerks der Heinrich Böll Stiftung und der Studienstiftung des Deutschen Volkes.

Schon während meiner Schulzeit am Deutsch-Französischen Gymnasium in Freiburg machte ich mich stark für einen Jugendgemeinderat und ein Kulturzentrum. Von dort kam ich zur Grünen Jugend in Freiburg und arbeitete dann im Landes- und Bundesvorstand mit. Zur Europawahl 1999 habe ich unseren Wahlkampf koordiniert.

Während meines Studiums in Paris habe ich dort die grüne Hochschulgruppe mitaufgebaut und den Europäischen Studentenkonvent mitorganisiert.

Durch internationale Erfahrungen geprägt, kam ich zurück in die Region Rhein-Neckar-Pfalz zur Promotion an der Universität Mannheim. Thema: Die Reformfähigkeit der Vereinten Nationen.

Außerdem beriet ich den United Nations Development Fund for Women (Unifem, jetzt UN Women), die Frauenrechtsorganisation der Vereinten Nationen, in Brüssel und Paris. Dabei ging es vor allem um die Gestaltung eines Aktionsplans, der alle Mitgliedstaaten der EU zur Teilhabe von Frauen und zur Berücksichtigung des Geschlechterverhältnisses in der Friedens- und Sicherheitspolitik verpflichtet.

Bis zu meiner Wahl arbeitete ich überdies für die Bertelsmann Stiftung in Brüssel. Dabei ging es um europäische Antworten auf die Finanz- und Wirtschaftskrise und Europäische Aussenpolitik.

Von 2000 bis 2005 kämpfte ich bei der Frauenrechtskommission der Vereinten Nationen für eine Verankerung der Frauenrechte weltweit, gegen rückwärts gewandte Traditionalisten und religiöse Fundamentalisten aller Couleur. In diesem Sinne habe ich dann auch die Kampagne für eine starke Antidiskriminierungsrichtlinie der EU im Mai 2008 mit ins Leben gerufen.

Beim Grünen Zukunftskongress koordinierte ich die Diskussion zur Europapolitik, außerdem war ich Mitglied der Friedens- und Sicherheitspolitischen Kommission der Bundespartei. Meine Erfahrung brachte ich überdies als Mitglied der Autorengruppe für das grüne Europawahlprogramm 2009 ein. Als Ko-Autorin verfasste ich eine Studie für den European Council on Foreign Relations zur EU-Menschenrechtspolitik in den Vereinten Nationen und war wissenschaftliche Mitarbeiterin in einem Projekt über “EU in the world: from vision to action” in Oxford, St Antony’s.

Im Jahr 2010 promovierte ich an der Universität Mannheim. Seit September 2010 darf ich mich Dr. Franziska Brantner nennen.

Außerdem bin ich ausgebildete Mediatorin, so dass ich auch in Sachen ziviler Konfliktbewältigung genau weiß, wovon ich rede und was Sache ist.

Der Metropolregion Rhein-Neckar bin ich auch nach meiner Promotion treu geblieben. Wenn ich nicht in Brüssel oder Strasbourg bin, bin ich in Heidelberg und bin dort seit längerem im Kreisverband der Grünen aktiv, die ich beispielsweise bei Parteitagen als Delegierte vertreten durfte.

Fremdsprachen: Fließend spreche ich Französisch, Englisch und Spanisch und in Hebräisch habe ich Grundkenntnisse.”