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EU-Informationskampagne zu Passagierrechten

Veröffentlicht am: 5. Juli 2010

Brüssel.  Ihr Flug ist ausgefallen und Sie wissen nicht, was Ihre Ansprüche sind? Standen Sie schon einmal verzweifelt am Gepäckband, weil Ihr Gepäck verloren gegangen ist? Sind Sie nur eingeschränkt mobil und haben Fragen bezüglich Ihrem Flug oder Ihrer Bahnreise? Oder planen Sie eine Reise und wollen einfach über Ihre Rechte Bescheid wissen? Für jeden dieser Fälle hat die EU pünktlich zur Urlaubssaison eine Informationskampagne zu Passagierrechten gestartet. Die Kampagne unter dem Motto “Your passenger rights at hand” bietet auf ihrer Seite einen kompakten Überblick, gegliedert in Informationen für Flugreisende, Bahnreisende und Reisende mit eingeschränkter Mobilität:

http://ec.europa.eu/transport/passenger-rights/index.html

Die Webseite, die bisher leider nur auf Englisch informiert, wird ab Mitte Juli, wie üblich, in allen Amtssprachen der EU zur Verfügung stehen. Informationen auf Deutsch gibt es jedoch bereits auf der Seite des Vereins “Bürger Europas e.V.”, der in Deutschland für die Koordinierung der Kampagne verantwortlich ist:

http://www.buerger-europas.de/eu_passagierrechte/

Auch im Kampf für die uneingeschränkte Umsetzung der UN-Behindertenrechtskommission und hat das europäische Parlament am 6. Juli einen weiteren Erfolg verbuchen können. Im Vermittlungsausschuss mit dem Rat wurden die Versuche des Rats abgeblockt, die Barrierefreiheit für Menschen mit eingeschränkter Mobilität im Bus- und Schiffsektor aufzuweichen. Außerdem wurde mit dem Beschluss zur Einrichtung unabhängiger Schlichtungsstellen, die Streitigkeiten zwischen Fahrgästen und Betreibern klären sollen, der Praxis Fahrgäste mit Beschwerden von einer an die andere Stelle zu verweisen, ein Riegel vorgeschoben.

Dazu erklärt Franziska Brantner, Abgeordnete der Grünen/EFA im europäischen Parlament: “Diesen Sommer zeigt uns die EU alle paar Tage aufs Neue, wie wichtig Sie für die europäischen Verbraucherinnen und Verbraucher geworden ist: erst das konsequente Vorgehen gegen überhöhte Preise bei den Roaming-Gebühren, dann die Verteidigung der Rechte, besonders mobilitätsbehinderter, Fahrgäste und jetzt die schnelle Reaktion auf den spätestens beim Erliegen des Flugverkehrs in Folge des isländischen Vulkanausbruchs festgestellten Mankos bei der  Information von Reisenden über ihre Rechte.”

Von Joel Wardenga.

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